Priapismus (Dauererektion)

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Der griechische Fruchtbarkeitsgott Priapus.

Priapismus

Priapismus ist eine potentiell schmerzhafter Krankheitszustand, in dem der erigierte Penis oder die Klitoris[1] innerhalb von vier Stunden nicht mehr in den schlaffen Zustand zurückkehrt, trotz der Abwesenheit von physischer oder psychologischer Stimulation. Der Name stammt vom grichischen Gott Priapus, ein Fruchtbarkeitsgott, der oft mit einer unverhältnismässig grossen und permanenten Erektion dargestellt wird.[2][3]

Priapismus wird als medizinischen Notfall betrachtet, der die richtige Behandlung durch qualifiziertes medizinisches Fachpersonal erhalten sollte. Die Dauer der Erektion, bis sie als Priapismus klassifiziert ist, ist immer noch kontrovers. Einige Quellen reden davon, dass eine Dauererektion von mehr als 6 Stunden, statt 4 Stunden, als Priapismus eingestuft werden.[4]

Priapismen im Paradies

Gemäss den islamischen Schriften, werden alle Männer, die ins Paradies eingelassen werden, technisch gesehen unter Priapismus leiden. Ein hasan hadith[5] von Ibn Majah (eine der sechs kanonischen Hadithensammlungen) betreffend der 72 Jungfrauen überliefert dieses Detail zu den physischen Attributen , die Allah den Männern gewährt, um sie auszuhalten (muslimische Männer "werden einen dauerhaft erigierten Penis haben").[6] Al-Suyuti (einer der jüngeren Autoritäten der Shafi'i-Schule von fiqh) schrieb auch, dass der "Penis der Auserwählten nie erschlafft. Die Erektion ist ewig".[7]

Todeserektion

Eine Todeserektion, Engelslust, oder letale Erektion, ist eine post-mortem-Erektion, technisch ein Priapismus. Sie wurde an männlichen Leichen beobachtet[8] und auch im Tierreich. Die wahrscheinlich berühmteste Episode dürfte im Berezovka Mammoth zu finden sein,[9] entdeckt im Jahre 1900.

Während dies gewöhnlich bei Opfern des Erhängens beobachtet wird, so kann es auch beobachtet werden bei Opfern von Vergiftungen, tödlichen Schusswunden im Gehirn, oder einem Schlag oder anderen Hirnembolien. Sie kann auch ausgelöst werden durch Verwesung.[10] In manchen seltenen Fällen kann auch eine Ejakulation von Samen erfolgen.[11]

Mohammeds Todeserektion

Abu al-Fida (1273 – 1331 AD) war ein muslimischer Geograph und Historiker. Er erzählt, dass der Prophet Mohammed an einer Todeserektion litt. Ali ibn Abi Ṭalib, der vierte Rechtsgelehrte Caliph des Islam (und auch Mohammeds Schwiegersohn und Cousin) wush seinen Körper nach seinem Tod und rief, "O Prophet, dein Penis ist erigiert bis in den Himmel!"[12]

Das übliche muslimische Verständnis und die islamischen Quellen betreffend des Todes von Mohammed sagen, dass er an einer Vergiftung durch eine jüdische Frau gestorben sei. Aber die Wirkung des Giftes war nur graduell. Der Hadith, der seinen Tod umgibt ist konsistent mit der Möglichkeit, dass er eine Hirnemblie erlitten haben könnte, die zu seiner post-mortem-Erektion geführt haben könnte.

Siehe auch

Englisch

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Übersetzungen

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Externe Links

  • Priapism - Hosam S Al-Qudah, eMedicine, January 20, 2012

Referenzen

  1. Gharahbaghian L (November 2008). "Klitoraler Priapismus ohne bekannte Risikofaktoren". West J Emerg Med 9 (4): 235–7. PMC 2672283. PMID 19561754.
  2. "Priapus ist in der griechischen Religion ein Gott der tierischen und pflanzlichen Fruchtbarkeit, dessen ursprünglich asiatischer Kult in den Hellespontinen Regionen begann, besonders um Lampsacus herum. Er wurde als Karikatur der menschlichen Gestalt repräsentiert, grotesk verunstaltet, mit einem enormen Phallus." - "Priapus". Encyclopædia Britannica. Encyclopædia Britannica Online. Encyclopædia Britannica Inc., 2013. Web. 21 Apr. 2013.
  3. "In der griechischen Mythologie, Priapus oder Priapos (Altgriechisch: Πρίαπος), war ein unbedeutender ländlicher Fruchtbarkeitsgott, Beschützer des Viehs, Fruchtpflanzen, Gärten und männlichen Genitalien. Priapus ist gekennzeichnet durch seinen absurd übergrossen, permanenten Erektion, welche den medizinischen Begriff Priapismus geprägt hat. Er wurde eine beliebte Figur in römischer erotischer Kunst und lateinischer Literatur..." - Priapus, Wikipedia, Stand April 22, 2013
  4. C. Van der Horst, Henrik Stuebinger, Christoph Seif, Diethild Melchior, F.J. Martinez-Portillo, K.P. Juenemann, ”Priapasm – Etiology, Pathophysiology and Management,” International Braz J Urol (Brazilianische urologische Gesellschaft) Band 29 (5): 391-400, September - Oktober, 2003
  5. Shaykh Gibril Haddad - Wieviele Frauen wird der Gläubige im Paradies haben? - SunniPath, Frage ID:4828, 3. Juli, 2005
  6. "Abu Umama erzählte: "Der Gesandte von Gott sagte, 'Jedermann, den Gott ins Paradies einlässt, wird mit 72 Frauen verheiratet; zwei von ihnen werden Houris sein und siebzig aus seiner Erbschaft der [weiblich|weiblichen] Bewohner der Hölle stammen. Alle werden libidinöse Sexualorgane haben und er wird einen dauerhaft erigierten Penis haben.' " - Sunan Ibn Majah, Zuhd (Buch der Abstinenz) 39
  7. "Jedes Mal, wenn wir mit einer Houri schlafen, finden wir sie als Jungfrau vor. Abgesehen davon erschlafft der Penis der Auserwählten nie. Die Erektion ist ewig; Das Gefühl, das du jedes Mal beim Liebe machen empfindest, ist the sensation that you feel each time you make love is äusserst köstlich und nicht von dieser Welt, und wenn du es hier in dieser Welt erleben würdest, so würdest du in Ohnmacht fallen. Jeder Auserwählte [also Moslem] wird siebzig [sic] Houris heiraten, nebst den Frauen, die er auf der Erde geheiratet hat, und alle werden verlockende Vaginas haben." - Al-Suyuti, Al-Itqan fi Ulum al-Qur'an, p. 351
  8. Willis Webster Grube (1897). Ein Kompendium der praktischen Medizin für den Gebrauch durch Studenten und praktizierenden Ärzten. Hadley Co.. Retrieved 2007-01-26. "Es wurde schon lange beobachtet, dass Erektionen nach Verletzungen des Zerebellum und des Rückenmarks folgen können. Von elf Fällen von Hirnblutungen, wurde sechs mal von Serres eine Peniserektion beobachtet. Der Tod durch Erhängen wird oft von einer Teilerektion begleitet."
  9. E. W. Pfizenmayer (1926). "Mammutleichen und Urwaldmenschen". Page 165-167
  10. Steve Bourget (2006). Sex, Tod und Opfer in der Moche-Religion und ihrer visuellen Kultur. Seite 124. University of Texas Press.
  11. Science Editor, Stefan Anitei - Tote Männer können wirklich eine Erektion haben! Manchmal ejakulieren sie sogar... - Softpedia
  12. "Sibi robur ad generationem, quantum triginta viri habent, inesse jactaret; ita ut unicâ horâ posset undecim feminis satisfacere, ut ex Arabum libris refert Stus Petrus Paschasius, c. 2 (Maracci, Prodromus Alcoran, p. iv. p. 55. Siehe ebenso Beobachtungen von Belon, l. iii. c. 10, fol. 179, recto). Al Jannabi (Gagmer, tom. iii. p. 487) hält sein eigenes Zeugnis fest, das er allen Männern weitergibt in konjugaler Lebenskraft; und Abulfeda erwähnt den Ausruf von Ali, der seinen Körper nach seinem Tod wusch, “O propheta, certe penis tuus cælum versus erectus est” (in Vit. Mohammed. p. 140)." - Edward Gibbon's "Aufstieg und Fall des römischen Kaiserreichs" Band 9 - Fussnote 175